Kaffee lässt die Haare wachsen

Heute wollen wir uns mal einem Kaffee-Mythos widmen. Und zwar, das Kaffee die Haare wachsen lässt.

Die Hersteller diverser Haarshampoos versprechen im Prinzip fast genau das. Die mixen Koffein in das Shampoo hinein und versprechen dann, dass das die Haare wachsen lässt oder zumindest verhindert … oder verlansgamt … dass die Haare dünner werden und ausfallen. In klinischen Studien wurde tatsächlich belegt, dass Koffein die Haarwurzeln mit Energie versorgt und damit zum Wachstum anregt. Mit anderen Worten, Koffein kann durchaus das Haarwachstum begünstigen.

Aber eben nur, wenn man es in einem speziell für die Anwendung auf den Haaren beziehungsweise dem Kopf abgestimmten und abgemischten Produkt anwendet und eben auf die Kopfhaut aufträgt. Es gibt verschiedene Hersteller solcher Shampoos, Haarkuren und Haartonikums. Hier die bekannten und gängigen Marken:

Es gibt außerdem auch Präparate zum Einnehmen, die das Haarwachstum stimulieren sollen. In diversen dieser Präparate, meist Tabletten, ist auch der Wirkstoff Koffein enthalten. Oft hoch dosiert und deshalb steht dann auf der Packung, das Kinder, schwangere Frauen und Patienten mit Herzkreislauferkrankungen das Präparat nicht nehmen sollten.

Kaffee trinken hilft nicht

Ok, kommen wir jetzt zu unserem beliebten Wachmacher, der Tasse Kaffee. Kaffee zu trinken hat keine Wirkung auf das Haarwachstum. Oder Moment, eigentlich schon, Du müsstest nur etwa 70 bis 80 Tassen am Tag trinken, um eine Dosis zu erreichen, die tatsächlich in den Haarwurzeln ankommt. Und damit währen wie dann schon wieder beim Thema „Wann ist viel Koffein zu viel Koffein“ und auch bei der Frage „Macht Kaffee süchtig“. Mit anderen Worten: regelmäßig lecker Espresso schlürfen lässt nicht die Glatze wieder zuwachsen 😉 Trink Kaffee also, weil er dir schmeckt und auf diese Weise gut tut.

Haarkur aus Kaffeesatz selbst herstellen

Noch ein Tipp zum Schluss: Tatsächlich kannst Du aus Kaffeesatz nach dem Zubereiten Deines Kaffees eine Haarspülung oder Haarkur herstellen. In dem Kaffeesatz ist noch genug Koffein drin, um bei direkten Anwendung auf der Kopfhaut eine stimulierende Wirkung zu entfalten und dem Haar auch Glanz zu geben. Und so funktioniert es:

Mische drei bis fünf Esslöffel Kaffeesatz – egal ob trocken oder noch feucht – mit etwas Wasser, sodass Du daraus eine Paste anrühren kannst. Das ganze sollte nicht zu flüssig sein, sonst läuft es runter und bleibt nicht haften. Verteile diese Paste auf deiner Kopfhaut und massiere die Kopfhaut, damit das Koffein eindringen und zu den Haarwurzeln gelangen kann. Dann lass diese Paste für 15 Minuten einwirken, bevor Du sie dann gründlich auswäschst. Ich habe das selbst heute mal ausprobiert. Es ist etwas Arbeit, die eigene Kopfhaut über all zu erreichen und zu massieren, da man den eigenen Kopf ja auf dem Hals trägt. Der Frisör, der die Rübe seines Kunden vor sich hat, hat es da einfacher.

Da die Wirkung von Koffein nicht all zu langanhaltend ist, solltest du diese Haarkur regelmäßig anwenden, um eine Wirkung zu erzielen. Wenn Du gerne Kaffee trinkst, dürftest Du ja genug Kaffeesatz als Rohstoff haben. Aus Kaffee kannst Du auch ein sehr gutes Peeling für die Haut machen. Und was man mit Kaffeesatz noch alles anstellen kann, besprechen wir ein anderes Mal.

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