Robusta

Der Kaffee der Sorte Robusta, auch als „Tiefland-Kaffee“ bezeichnet, wurde im 19. Jahrhundert in Afrika entdeckt. Mit zirka 40% Marktanteil is er nach dem Hochland-Kaffee Arabcia, die zweitwichtigste Kaffeesorten der Welt. Weil der Robusta weniger empfindlich gegen Krankheiten, Hitze und hohe Feuchtigkeit ist und auch schneller reift – die Reifezeit dauert rund sechs Monate – ist er wirtschaftlich sehr wichtig. Durch die schnelle Reife kann in der Regel mindestens zwei Mal im Jahr geerntet werden.

Die Pflanze

Der Robusta-Kaffee wächst sowohl als Strauch als auch an Bäumen. Letztere können bis zu acht Meter hoch werden. Deshalb werden die Bäume niedrig gehalten, damit man leichter ernten kann. Die Blätter der Robusta-Pflanze sind länglich und elliptisch, selten auch Mal ei- oder lanzettförmig. Sie werden bis zu 40 Zentimeter lang und weisen eine deutliche Spitze auf. Zudem können die Blätter einen leicht gewellten Rand haben. Die Pflanze hat zudem Nebenblätter, die dreieckig und zugespitzt sind und maximal 18 Millimetern lang werden.

Die Früchte, also die Kaffeekirschen, sind breit und eiförmig bis elliptisch. Sie enthalten in der Regel zwei Samen, also die Kaffeebohnen. Die Bohnen sind im rohen zustand nicht grün, sondern eher gelb-braun und rund. Sie haben auf der flachen Seite eine gerade Kerbe „Kaffeefurche“.

Anbaugebiete

Im Gegensatz zum Hochlandkaffee Arabica ist Robusta ein Tieflandkaffee. das vor allem, weil der Robusta-Kaffee durchaus kälteempfindlich ist. Daher wird diese Sorte vor allem rund um den 10. Breitengrad, also südlich und nördlich des Äquators angebaut. Anbaugebiete sind Südostasien und Westafrika, denn hier findet der Robusta darum gute klimatische Bedingungen. Der Kaffee wächst im Flachland meist unter 700 Höhenmetern. Das größte Anbauland ist Vietnam.

Geschmack

Der Robusta schmeckt erdig bis holzig. Er ist bitterer und weniger aromatisch, als der Arabica. Dafür aber schmeckt er fülliger und ist deshalb vor allem für die Zubereitung von Espresso sehr beliebt. Der Koffeingehalt liegt mit zwei bis vier Prozent etwa doppelt so hoch wie bei der Sorte Arabica und auch der der Chlorogensäure ist zirka doppelt so hoch. Espressomischungen bestehen meist zu 20 Prozent aus Robusta und zu 80 Prozent aus Arabica. Das geschieht, um einen höheren Koffeingehalt und ein intensiveres Aroma zu bekommen.