Rösten

Um Kaffee in der üblichen Form genießen zu können, wird er geröstet. Also die rohen Bohnen, auch Rohkaffee genannt, werden geröstet. Dabei wird mit Temperaturen von 100 °C bis 260 °C gearbeitet. Das geschieht entweder über Konvektion, sprich die Hitze wird hier meist in Form heißer Luft durch das Röstgut hindurchgeleitet. Oder es geschieht über Kontakt. Dabei wird das Röstgut auf einer heißen Fläche bewegt und durch den Kontakt mit dieser heißen Fläche erhitzt und geröstet. Das geschieht beispielsweise in einem Trommelröster. Wichtig ist dabei, dass die Bohnen dabei kontinuierlich bewegt werden, damit sie sich gleichmäßig erwärmen und nicht anbrennen.

Beim Rösten verflüchtigt sich das im Rohkaffee enthaltene Restwasser durch verdampfung. Die Bohnen quellen etwa auf ihr doppeltes Volumen auf. Das die Bohne umschließende Häutchen platz ab und wird durch die Mechanische Bewegung in der Röstmaschine weitgehend entfernt. Die Bohnen werden auch etwas porös und brüchig, was das späteren Mahlen erleichtert. Die Röstzeit schwankt und reich von sehr kurzen zwei und bis zu zwanzig Minuten. Die Röstung wird durch starkes abkühlen gestoppt. Dabei werden die Bohnen durch kalte Luft oder durch besprühen mit Wasser abgekühlt. In kleinen Kaffeemanufakturen werden die Bohnen aus dem Trommelröster in einen offenen runden Behälter mit einer Art Rührwerk gegeben und kühlen darin ab.

Nach dem Rösten werden die Bohnen noch von Fremdstoffen wie Steinen und den Resten des oben beschriebenen Häutches befreit. das geschieht oft in einem „Windsichter“. Dabei bläst ein Luftstrom leichtere Teile weg, während die Bohnen über ein Gitter oder ein durchlöchertes Fließband laufen.