Tein

Tein – auch „Thein“ Geschrieben – ist nichts anderes als Koffein, auch Coffein, geschrieben. Das ist ein sogenanntes Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine und ist eine psychoaktive Substanz, die eine die Nerven stimulierende Wirkung hat. Koffein steckt nicht nur in Kaffee, sondern in über 60 Pflanzen. Darunter auch Tee, Mate, der Kolanuss oder Guaraná.

Im Tee wurde Koffein früher Tein genannt, aber es ist die gleiche Substanz. Nur wird das Koffein aus dem Tee vom Körper anders aufgenommen, als das Koffein aus dem Kaffee. Im Kaffee ist das Koffein an eine Verbindung aus Chlorogensäure und Kalium gebunden und wird im Magen sofort freigesetzt. Damit wirkt das Koffein aus dem Kaffee schnell. Im Tee hingegen ist das Koffein an Polyphenole gebunden und wird erst im Darm freigesetzt. Daher wirkt es hier langsamen, dafür aber langanhaltender.

Koffein kommt nicht nur in Kaffee oder Tee vor, sondern beispielsweise auch in Mate, Cola-Getränken (die die Kolanuss in der Zutatenliste haben) oder diversen Energydrinks, denen es zugesetzt wird.

Ungeröstete Kaffeebohnen enthalten je nach Sorte zwischen 0,9 und 2,6 Prozent Koffein. Geröstete Kaffeebohnen haben noch zwischen 1,3 und 2,0 Prozent Koffein. Die weltweit wichtigste Kaffeesorte Arabica hat weniger Koffein als die zweitwichtigste Kaffeesorte Robusta. Teeblätter haben, wenn sie fermentiert und getrocknet wurden, zwischen 3 und 3,5 Prozent Koffein.

In seiner Reinform ist Koffein ein weißes, geruchloses, kristallartiges Pulver, das einen bitteren Geschmack hat. In der Medizin kommt es als Stimulans und Aufputschmittel, aber auch zur Behandlung von Atemstörungen zum Einsatz.

Als Entdecker des Koffeins gilt Friedlieb Ferdinand Runge, dem es als erstes gelang, das Koffein aus der Kaffeebohne in seiner Reinform zu extrahieren.